Blick auf unsere deutsch-französischen Eigenheiten

In dieser Kategorie wollen wir zukünftig einige Eigenheiten und auch Klischees beleuchten, die das Verständnis unserer Verhaltensweisen und den interkulturellen Umgang zwischen uns verbessern können.

Ich habe die verschiedensten Quellen - vor allem auch Managementleitfäden zu deutsch-französischen Gemainschaftsprojekten - durchsucht und sehr Interessantes und auch oft Amüsantes über unsere diversen nationalen "Marotten" zusammengetragen. Einiges davon lässt sich sicher auch auf eine erfolgreiche Vereinstätigkeit anwenden.

 

Die Deutschen und die Franzosen haben aufgrund ihrer langen gemeinsamen Geschiche sehr viele Erfahrungen mit- und leider sehr oft auch gegeneinander gemacht. Das alles hat sich dann auch tief in unser kollektives Unterbewußtsein in Form von Vor-Urteilen eingebrannt. In diesem Kapitel kommen (demnächst) einige Artikel, die zeigen warum diese Wahrnehmungen z.T. auf uralten Vorurteilen basierend, immer noch latent vorhanden sind. 

 

Vieles von unserem sozialen Verhalten wird von unserem antrainierten "Autopiloten" automatisch geregelt. Auch hier gibt es einige interessante Unterschiede in der Programmierung des deutschen und französischen "Autopiloten" bzgl. des Sozialverhaltens. Das alles hat erhebliche Bedeutung in der Art und Weise, wie wir uns z.B. im Straßenverkehr verhalten, Konflikte angehen, mit anderen zusammenarbeiten, was wir von einer Führung erwarten und wie ganz generell daraus resultierend auch unsere politischen und sozialen Systeme in unseren Ländern funktionieren. Das Hochinteressante daran ist, dass das alles keine Effekte der Neuzeit sind, sondern sich schon vor Jahrhunderten entwickelt haben.

Die Grundwerte bilden ein Motivationsraster auf unserer Landeskulturebene

Als Einleitung zu diesem Kapitel kann man sich die ersten Worte unserer beiden Nationalhymnen mal anhören

  • die deutsche Hymne beginnt mit ... "Einigkeit und Recht und Feiheit"...
  • die französische beginnt mit ... "Pour la gloire et la patrie (für den Ruhm und das Vaterland)"...

Auch hier sind ganz klar schon die unterschiedlichen Wertesysteme integriert, hier die Einigkeit, dort der Drang nach Ruhm.

Für unser gegenseitiges Verständnis ist es deshalb wichtig das Gegenüber auch an seinen Grundwerten anzusprechen. Dann braucht man viel weniger externe Motivationsmaßnahmen. Eine Übersteigerung der Grundwerte kann das Gegenüber auf die Palme treiben, auf der anderen Seite lernt man durch Kenntnis dieser Werte diese auch am Gegenüber zu schätzen.

Für das Verständnis ist es auch überhaupt nicht notwendig diese Grundwerte zu bewerten, oder sie gar annehmen zu müssen. Alleine eine Emphatiefähigkeit für die andere Kultur reicht völlig aus.

Quellen:

  • Deutsch-Französische Geschäftsbeziehungen erfolgreich managen - Jochen Breuer, Pierre de Bartha - ISBN 3-87156-478-8
  • deutsch-französisches Internetportal